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Dubiose Dialer-Programme
Gefahr durch 0190/0900-Dialer
Dialer sind generell eine der verschiedenen Zahlungsmethoden im Internet. Über sie können kostenpflichtige Inhalte abgerufen werden, die dann bequem über die Telefonrechnung abgerechnet werden.


Leider stellen Dialer auch eine Gefahr dar. Dann nämlich, wenn Sie als automatisierte Wählprogramme heimlich bzw. ohne ausdrücklichen Wunsch des Surfers den Computer über teure 0190 oder 0900 Nummern mit dem Internet verbinden oder wenn der Nutzer nicht bzw. nicht ausreichend auf die entstehenden Kosten hingewiesen wird.

Zwar wurde die Rechtslage durch das neue Mehrwertdienste-Gesetz für Verbraucher verbessert, jedoch sind die Gefahren und Probleme durch Dialer bei weitem noch nicht ausgeräumt. Das finanzielle Risiko durch unerwünschte Dialer lässt sich jedoch mit der Nutzung von DSL technisch ausschalten.

Dialerschutz durch DSL
Eine DSL-Verbindung ist sozusagen eine Blockade für Dialer-Programme. DSL ist keine Telefon(wähl)verbindung, sondern eine Netzwerkverbindung.

Das bedeutet, dass bei Verbindungsherstellung nicht wie bei herkömmlicher Interneteinwahl über Analog-Modems oder ISDN-Karten gewählt wird, sondern hier wird der eigene Computer nur im DSL-Netzwerk des DSL-Provider (DSL-Anbieter) angemeldet.

Der Splitter trennt die Signale in ein DSL-Signal, das zum DSL-Modem führt und in ein Telefonsignal.

Da der Dialer auf eine Wählverbindung angewiesen ist (er versucht ja, eine Telefonnummer wie z.B. 0190.... zu wählen), scheitert er am DSL-Signal, über das nur eine Netzwerkverbindung hergestellt werden kann.

Klarzustellen ist, dass sich ein Dialer natürlich auch mit einer DSL-Verbindung auf dem Computer installieren kann. Dies kann beim Surfen auf entsprechenden Internetseiten aber auch durch bestimmte unerwünschte Mails, sogenannten "Spam-Mails" geschehen. Der Dialer kann sich dann aber anschliessend nicht über die DSL-Verbindung einwählen!

Eine Dialer-Gefahr besteht für DSL-Nutzer allerdings dann, wenn auf dem Computer neben dem DSL-Netzwerk eine weitere analoge bzw. ISDN-Verbindung installiert ist. Eine Verbindung mit dem Telefonanschluss auch bei DSL ist durchaus sinnvoll, da über DSL (auch wieder weil DSL keine Wählverbindung ist) kein Fax verschickt werden kann. So besteht etwa die Fritz Card DSL aus einem DSL-Modem und einer ISDN-Karte.

Bei einer installierten ISDN-Karte oder einem analogen Modem setzt man sich nur dann der Dialer-Gefahr aus, wenn tatsächlich eine Verbindung vom Computer zum Telefonsignal besteht. Um ganz sicher zu gehen, sollte man das Kabel zwischen dem analogen Modem bzw. der ISDN-Karte und der Telefonanlage nur dann einstecken, wenn man die analoge bzw. ISDN-Verbindung am Computer auch benötigt. Zudem kommt es immer mal wieder vor, dass man nach dem Umstieg auf DSL einfach vergessen hat, die anderen Verbindungen zu deaktivieren.

Wer weiterhin Faxe versenden will, kann allerdings auch einfach einen Fax-Dienst über das Internet in Anspruch nehmen, so dass man für das Versenden und Empfangen von Faxen keine analoge oder ISDN-Verbindung benötigt.

Zusammenfassend gesagt: Über die reine DSL-Verbindung ist die Einwahl eines 0190-Dialers definitiv nicht möglich. Bei zusätzlich installierten Verbindungen über ISDN-Karte oder Analog-Modem ist weiterhin Vorsicht angesagt.

Handy-Dialer
Handy-Dialer funktionieren ähnlich wie 0900-Dialer im Internet. Sie werden dazu eingesetzt, über Mobiltelefone teure Nummern anzurufen oder teure SMS verschicken zu lassen – unbemerkt vom Besitzer des Handys, der dann allerdings die hohe Rechnung bekommt.

Weitere Informationen wie auch Details zu Schutzmöglichkeiten bei ISDN- bzw. Analog-Verbindungen wie etwa Dialer-Warnprogrammen erhalten Sie auf www.computerbetrug.de (ehemals www.dialerschutz.de).
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